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Bio

  • 20.02.2009
    Razorlight | Razorlight Razorlight 20.02.2009 | Razorlight - Biografie
    Razorlight, Razorlight - Biografie
    Mitglieder:
    Johnny Borrell (Vocals)
    Björn Ågren (Vocals / Guitar)
    Carl Dalemo (Bass)
    Andy Burrows (Drums)

    Gründungsjahr: 2002
    Gründungsort: London


    Ab und zu betritt sie dann doch mal die große Pop-Bühne. Diese Band, die aus dem Stand perfekt erscheint und deshalb selbst Träume erfüllen kann, die man bisher bestenfalls erahnen konnte. Eine Band, die geradezu unheimlich das Hier & Jetzt verkörpert und dabei doch gleichzeitig darüber hinausreicht, weil zumindest ein Auge schon neugierig nach dem nächsten Schritt schielt.

    Für Razorlight ist alles verdammt schnell gegangen. Und dann auch wieder nicht. Im Sommer 2002 fanden sich zunächst der Londoner Johnny Borrell und der Schwede Björn Agren zusammen, es funkte gleich bei den ersten Proben. Wenig später stießen Schlagzeuger Christian Smith-Pancorvo und Bassist Carl Dalemo, ein alter Freund von Agren, hinzu. Die ersten Aufnahmen machte der Manager mit einer Video-Kamera. Aber das reichte schon, um das Label-Interesse zu wecken und ein bisschen Vorschuss zu kassieren. Damit spielten Razorlight im Oktober des Jahres in den Toerag Studios in Hackney ihr erstes Demo ein. Davon war John Kennedy schwer beeindruckt. So schwer, dass der DJ des Londoner Indie-Rock-Radiosenders Xfm die Songs "Rock’n Roll Lies", "Rip It Up" und – bald als Schluss-Hymne - "In The City" in seiner Show spielte.

    Die Reaktionen draußen ließen nicht lange auf sich warten. Fans tauschten im Internet ihre Bootleg-Versionen der Razorlight-Demos aus den Xfm-Sessions. Die Band indes war schon einen Schritt weiter und nahm – wir schreiben den Sommer 2003 – neue Demos auf, diesmal in den Westside-Studios. Das Ergebnis entfachte einen Label-Wettstreit um das Quartett, den schließlich Mercury gewann.
    Das limitierte Debüt schrammte nur knapp an der Top 40 vorbei. Razorlight tourten mit The Hiss durch Großbritannien und feierten eine rauschende Single-Release-Party in der Kings Cross Pool Hall. Allein schon deshalb ein bemerkenswerter Abend, weil etliche Eintrittskarten dafür gestohlen und dann bei E-Bay für erstaunliche Summen gehandelt wurden....

    Der Stellenwert von Razorlight – und das Vertrauen, das die Band bei ihrer Firma genießt - zeigten sich auch, als dann niemand anders als Steve Lillywhite zur Tat schritt. Der renommierte Produzent (XTC, Talking Heads, U2, Morrissey etc.) nahm sogar eine vierwöchige Auszeit von seinem Posten als Managing Director von Mercury UK, um sich voll auf das Debütalbum der Band konzentrieren zu können. Eine grimmige Version von "Rip It Up" als nächste Single war das erste Ergebnis dieser Zusammenarbeit.

    Im Januar 2004 konnten Razorlight schließlich ihre erste UK-Tour als Headliner ausverkaufen. Doch zurück von der Bühne musste die Band erstmal einen garnicht so kleinen Schock verkraften: Steve Lillywhite hatte Mercury verlassen, um wieder U2 zu produzieren. Nicht gerade angenehm, auf einen Schlag Produzent und Label-Chef zu verlieren. Unbeirrt arbeiteten Razorlight einfach mit einem neuen Studio-Mann weiter. Dass John Cornfield alle Qualitäten besaß, um selbst in die Fußstapfen eines Steve Lillywhite treten zu können, zeigte sich schnell, als es wieder zur Sache ging, diesmal in den Sphere Studios Battersea.

    So weit, so gut. Album fertig, eine neue Tour als Headliner vor der Tür. Doch einer blieb jetzt auf der Strecke. Christian Smith-Pancorvo war der nervenaufreibende Terminplan nebst geschilderter Schwierigkeiten offenbar an die Substanz gegangen, der Drummer erklärte ob angegriffener Gesundheit seinen Ausstieg.
    Nur zwei Wochen vor dem Start der großen Tour spielte er seinen letzten Gig mit Razorlight. Da musste schnellstens Ersatz her. In zwei Tagen testete die Band nicht weniger als 62(!) potenzielle Nachfolger, Andy Burrows hieß schließlich der Glückliche. Eine Wahl, die Johnny Borrell mit dem ekstatischen Kompliment kommentierte, Burrows sei ein "one in a million drummer."

    Und so konnte am 28. Juni 2004 doch noch das Debüt von Razorlight das Licht der britischen Öffentlichkeit erblicken. Nach einem Albumtrack "Up All Night" betitelt, versammelt es Live-Favoriten wie das rotzige "Leave Me Alone", "Rock’n Roll Lies" und "Rip It Up", sowie das eher introspektive "Stumble And Fall", das Ende Januar in der Top 20 notiert war. Dazu kommen die Melancholie eines "Which Way Is Out", der warme Schwung der Top Ten-Single "Golden Touch" und das epische "To The Sea". So spannen Razorlight einen stilistischen Bogen, von dem die meisten ihrer Zeitgenossen nur träumen können.

    Und noch etwas schaffen Johnny Borrell und seine Mannen: sie toppen wenig später ihren gefeierten Erstling. Im Sommer 2006 verlässt das selbstbetitelte zweite Werk das Presswerk. Die Single "America" und das Album erreichen Platz 1 der britischen Charts. In Deutschland wird "America" ein Radiohit und der schöne Razorlight Sänger ist mit einem Mal in aller Munde. Eine Liaison mit Hollywoodstar Kirsten Dunst bringt Borrell sogar in die amerikanische Klatschpresse. Zum Glück verliert sich die Band nicht im Drogen- und Partyrausch, sonder arbeitet fleissig weiter an neuen Tracks. Das Ergebnis der harten Arbeit heißt "Slipway Fires". Im Februar 2009 erscheint das Album in Deutschland. Die erste Singleauskopplung "Wire To Wire" sichert sich direkt Platz 5 der englischen Hitparade, in Deutschland steigt man in die Top 20 ein. Es steht außer Frage: Razorlight haben das Zeug zur Stadionrockband. Geben wir ihnen noch ein Album Zeit und sie werden dort stehen, wo sie hingehören: auf die Bühne der 02 Arena!

    Razorlight - Biografie

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