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Hellacopters

Bio

  • 21.04.2005
    The Hellacopters | The Hellacopters The Hellacopters 21.04.2005 | The Hellacopters - Rock 'n' Roll Is Dead.
    Letztes Jahr zelebrierten die Hellacopters ihr zehn jähriges Bandbestehen. Doch weiß jeder, der sich nur etwas besser mit dieser Gruppe auskennt, daß die Herren noch lange nicht am Ende ihrer Karriere angekommen sind.
    Sie lassen sich weiterhin von diversen Musikstilen inspirieren - sei es Punk, Hardrock, Soul oder Blues. Wie gehabt ist Sänger und Gitarrist Nick Royale verantwortlich für den Großteil des Songwritings. Doch ruhen sich die anderen Mitglieder, wie auch Produzent Chips K in der Zwischenzeit nicht aus. Das Endresultat klingt vertraut und neuartig zugleich, ohne dass sie dabei jemals ihren typischen Sound aus den Augen verloren haben.

    Ihre neue Scheibe ”Rock & Roll Is Dead” hat den natürlichen Hellacopters-Groove. Er deckt die gesamte Musikpalette ihrer Vergangenheit ab und fügt noch einige ungewohnte Zutaten hinzu.
    Das Album wurde in Stockholm in Schweden, eingespielt - in der Stadt, in der die Bandmitglieder leben. Das Atlantis Studio war ihr tonaler Spielplatz, Chips K saß hinter dem Mischpult. Michael Ilbert und Janne Hansson gaben dem Longplayer den letzten Feinschliff.
    40 Songs galt es dieses Mal zu selektieren, eine Qual der Wahl.
    ”Wir mußten viele gute Nummern streichen, damit die Lieder als Einheit funktionieren. Wenn man etwas Neues erreichen will, muß man einige Risiken eingehen,” erklärt Keyboarder Boba Fett.
    ”Wir haben eigentlich nie ein Konzept vor Augen,” verdeutlicht Nick. ”Wir warten ab, wie die Songs letztendlich klingen.
    Auf der aktuellen Scheibe sind einige prominente Gäste zu hören. Howlin Pelle Almqvist (The Hives) singt mit, Matthias Bärjed greift in die Seiten und auch Linn Segolson und Clarisse Muvemba leihen den Hellacopters ihre phantastischen Stimmen.
    ”Am Anfang dachte ich schon, daß das Album schizophren klingen würde,” gibt Nick ehrlich zu. ”Aber die Tatsache, daß wir zusammen spielen, verbindet alles irgendwie. Tolle Alben sind facettenreich. Wir hören uns ständig kontemporäre Musik an. Ab und zu entdeckt man einen neuen Akkord, den man noch nie so benutzt hat und dann verwendet man ihn. Dadurch ändert sich einiges automatisch.”

    ”Es gibt einen Unterschied zwischen den Songs und dem Sound”, versichert Boba. ”Nur weil man uns heutzutage deutlicher hören kann, denken viele Leute, daß sich unser Songwriting stark verändert hat. Oft ist dies jedoch nicht der Fall.”

    Seitdem sich die fünf Kerle 1995 in Stockholm zusammengeschlossen haben, reisen sie unentwegs durch Skandinavien. Manch andere Band nennt sechs Shows hintereinander eine Tour, diese Burschen lachen über gerade mal 89 Gigs in ein paar Monaten, in diesem Fall wäre das 2002 gewesen.
    Jeder, der die ”Goodnight Cleveland” DVD kennt, die von der USA Tour handelt, weiß, dass kein noch so kleiner Schauplatz abgewarcktes Motel diese Band bremsen kann. Selbst wenn sie einen schlechten Abend erwischen, merkt es niemand, so motiviert treten sie jeden Abend auf die Bühne.

    ”Es mag ja ein Klischee sein, aber unser Lieblingsteil des Tages sind die 60 Minuten vor den Fans. Uns macht selbst das Reisen Spaß, aber muß man auch die richtige Einstellung haben, um an allem Freude zu haben,” erklärt Nick.
    ”Ich kann mir kaum vorstellen, für eine andere Gruppe zu arbeiten, so etwas wie T-Shirt Verkäufer. Dann könnte ich nicht die eine Stunde auf der kostbaren Bühne stehen,” fügt Boba hinzu.
    2004 nahmen sich die Jungs eine kurze Auszeit, um anderen Projekten nachzugehen. Nick mit seinen The Solution und Robert mit den Thunder Express. Zu dieser Zeit erschien die zweite Hellacopters Single Kollektion, ”Cream Of The Crap Vol.2”, und in den Staaten kam ”By The Grace Of God” auf den Markt.

    Um ihr zehn jähriges Bandjubiläum zu feiern, veröffentlichten sie 2004 die EP ”Strikes Like Lightning”, die sich aus Stücken zusammen setzte, die auf ”By The Grace Of God” keinen Platz mehr fanden. In Schweden erhielten sie dafür sogar eine Grammy Nominierung.

    Der persönliche Antrieb, unterscheidet sich von Mitglied zu Mitglied. Aber hätten sie mitbekommen, dass das Musizieren sich tatsächlich als ”richtiger” Job entpuppt, hätten alle längst das Handtuch geschmissen. Die Hellacopters wollen genau die Musik machen, die sie selbst gerne hören. Natürlich ist ein gewisses Maß an Integrität und Ehrlichkeit dafür erforderlich. Sie halten sich an ihre Prinzipien und treten niemals bei Shows auf, zu denen sie nicht ihre eigene Lieblingsband hinschicken würden.
    ”Es gibt einige Formationen, die sich um quasi nichts kümmern. Wir finden es prima, dass wir alles selber regeln. Vom Artwork des Albums bis hin zum Endprodukt, das man im Laden in die Hand gedrückt bekommt.”
    Ihre Attitüde hat sich seitdem nicht verändert, auch wenn sie bei einem Major sind.
    ”Viele unserer Anhänger meinten damals, wir hätten unseren Sound bei ”High Visibility” nur umgestellt, weil wir jetzt bei Universal wären. Doch hatten wir die Platte schon vorher im Kasten, als es noch keinen großen Vertrag gab. Und diese Kontrolle haben wir auch noch heute.”
    Es geht immer darum eine Scheibe aufzunehmen, die man selbst hören will.
    ”Persönlich interessiert es mich, wie weit wir die Situation ausreizen können, musikalisch betrachtet,” erklärt Nick. ”Du willst so viele Leute wie möglich erreichen, aber nicht unbedingt mit Biegen und Brechen. Wir wollen unsere gute Musik nur mit den Menschen teilen. Wenn du eine neue Band entdeckst, die dein Freund noch nicht kennt, dann spielst du sie ihm vor. Hast du eine Promo auf die du stolz bist, ist das ähnlich. Unsere Alben sind eine logische Weiterführung dessen.”
    In der Vergangenheit trieb es Nick in den Wahnsinn, wenn sich seine Vorstellungen vom Endergebnis unterschieden. Diese Tage sind vorbei. "Inzwischen macht es mir Spaß. Egal wie man es angeht, im Endeffekt hört sich die Platte eh wie die Hellacopters an.”

    ”Das haut bei uns allen hin,” sagt Kenny. ”Reiner Zufall und der Wille neue Dinge zu versuchen, sind genau so ausschlaggebend wie die Anfangsidee. Gott sei Dank haben wir noch nichts aufgenommen, das wir selber nicht mochten.”
    Jeder kann den Unterschied zwischen dem Debütalbum ”Supershitty To The Max!” und dem neuen Longplayer erkennen.
    ”Hätten wir damals schon gewußt, dass alles so wird, dann wäre die Reise nicht besonders spannend gewesen,” sagt Nick.
    ”Nick fordert sich, wie auch uns jedesmal aufs neue heraus,” erläutert Boba.

    Musiker die behaupten, sie seien nicht in einer Rock`n`Roll Band , um Frauen ins Bett zu locken, lügen einfach. Doch gab es bei diesen Männern noch andere Gründe.
    ”Natürlich hat uns diese Begleiterscheinung etwas weiter geholfen,” grinst Nick. ”Aber mochten wir schon Mucke bevor wir überhaupt wußten was Frauen eigentlich sind. Wir lieben die Rockmusik. So sieht es aus und nicht anders.”

    Hellacopters - Rock 'n' Roll Is Dead - Bio 2005

    Hellacopters - Rock 'n' Roll Is Dead - Bio 2005

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